ICED 2014: Change ist nicht gleich Change

Als einen von mehreren Beiträgen unseres Teams auf der ICED-Konferenz 2014 führten Taiga Brahm und ich gemeinsam einen Pre-Conference Workshop zum Thema „Change-Management an Hochschulen“ an.

Zwar waren wir schon häufiger mit dem Thema auf Konferenzen oder in Workshops an anderen Hochschulen vertreten, hier jedoch hatten wir es zum ersten Mal mit einem internationalen Publikum zu tun. Die etwa 30 Teilnehmenden kamen unter anderem aus Australien, Deutschland, allen skandinavischen Ländern und den USA.

Diese multinationale Besetzung ermöglichte uns denn auch prompt ein ausgesprochen interessantes Erlebnis. Für einige Workshop-Teilnehmende erschien die von uns verwendete Change-Simulation EduChallenge sehr unrealistisch. Für andere wiederum waren die simulierten Personen und Szenarien sehr gut auf die eigene Hochschule übertragbar. Eine Auswertung dieser für uns durchaus ungewohnten Situation brachte dann zutage, dass die unterschiedlichen Wahrnehmungen ihren Ursprung wohl zu einem guten Teil in kulturellen Unterschieden hinsichtlich des Umgangs mit Veränderungen haben: Gerade Teilnehmende aus dem skandinavischen Raum – und hier speziell Norweger/-innen und Isländer/-innen – hatten ihre Schwierigkeiten mit der sehr strategischen Herangehensweise an Wandelprozesse, wie sie die Simulation abbildet (mit Bezugnahme auf gängige Change-Modelle). Das „Hintenherum-Handeln“, das impliziert wird, störte die Teilnehmenden – eine direkte Ansprache und ein offenes Diskutieren angestrebter Veränderungen wurde bevorzugt.

Für uns wie auch für die Teilnehmenden brachte der Workshop eine wirklich spannende Erfahrung: Obwohl es im Nachhinein plausibel und eigentlich auch vorhersehbar erscheint, waren uns die kulturabhängigen Unterschiede in Bezug auf das Change Management an Hochschulen nicht in diesem Masse bewusst.

3 Gedanken zu „ICED 2014: Change ist nicht gleich Change

  1. mlehner

    Danke für den Beitrag Tobi! Sehr spannende Einsichten, die ihr dadurch erworben habt und auch kurz und knackig geschrieben – hab keinen Verbesserungsaspekt gefunden (ausser dass ggf. noch Unterlagen/Folien zur weiteren Veranschaulichung des Workshops eingebettet werden könnten). Lieben Gruss, Marion

  2. fburkart

    Tobi,

    ich stimme Marion zu – ein gelungener Text!

    Nur kleine (sprachliche) Anmerkungen:
    – „Taiga Brahm und ich gemeinsamen“ -> gemeinsam ohne EN
    – „ungewohnten Situation brachtet“ -> brachte ohne T
    – „waren uns die kulturabhängigen Unterschiede in Bezug auf das Change Management an Hochschulen nicht in diesem Masse bewusst.“ -> käme das „in diesem Masse“ nicht zu den Unterschiede??

    Gruss,
    Fränzi

  3. tbrahm

    Lieber Tobi,

    danke für deinen spannenden Beitrag!

    Der Link auf EduChallenge ist etwas unglücklich, da er via google geht. Bitte ergänze nochmal den direkten Link.

    Wollen wir die Folien hochladen? Vielleicht die inhaltlichen – ohne diejenigen für Educhallenge?
    Ich habe den Eindruck, dass der Blog-Beitrag ohne die Folien zuviel offen lässt. Man müsste dann doch noch beschreiben, was genau gemacht wurde im Workshop und nicht allein die kulturbezogenen Erfahrungen schildern.

    LG
    Taiga

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