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Hochschulentwicklung an der Gesellschaft für empirische Bildungsforschung

Am 4. und 5. März war ich auf der zweiten Jahrestagung der Gesellschaft für empirische Bildungsforschung in Frankfurt am Main. Präsentieren durfte ich Ergebnisse aus unserer (Taiga Brahms und meiner) Mixed Methods-Studie zur Motivationsentwicklung der Studienanfänger/-innen an der Universität St.Gallen:

Jenert, T. & Brahm, T. (2014). Entwicklung der Motivation von Studierenden der Wirtschaftswissenschaften im ersten Studienjahr – eine Mixed-Methods-Studie. 2. Jahrestagung der Gesellschaft für empirische Bildungsforschung, 3.-5. März, Frankfurt am Main.

Unser Beitrag war Teil des Symposiums „Motivation für das Studieren: Theorie – Messung – Intervention“, unter Vorsitz von Thomas Martens (DIPF), Rolf Schulmeister und Christiane Metzger. Sehr detailliert und daher wertvoll fand ich auch den Beitrag Diskutandin Katrin Rakoczy, die sich offensichtlich intensiv mit den Beiträgen auseinandergesetzt hatte. So gab sie konkrete Hinweise auf mögliche Verbesserungspotenziale und alternative Interpreationsmöglichkeiten unserer Forschung (und auch der anderen Beiträge des Symposiums).

Ich empfand das Symposium als besonders spannend, da insbesondere die Beiträge von Schulmeister und Metzger im Kontext der bekannten ZEITlast-Studie ausgesprochen interessante Anregungen für die pädagogische Hochschulentwicklung bieten. So wurde – ausgehend von der Erkenntnis, dass Studierende im Mittel nur rund 23 Stunden pro Woche für das Studium aufwenden – an der FH St. Pölten eine Studienstruktur in Ahnlehnung an den so genannten „Blockplan“ eingeführt. Dies bedeutet, es werden kürzere, dafür zeitlich umfangreichere Module angeboten, was letztlich zu weniger parallelen Lehrveranstaltungen und Themen führt. Die effektive Studienzeit konnte so auf rund 34 Stunden pro Woche erhöht werden und auch die Studienleistungen verbesserten sich deutlich. Ähnliche Überlegungen wurden auch an unserer Universität vor nicht allzu langer Zeit diskutert, bislang leider ohne konkrete Folgen.

Zudem gab es nette Begegnungen mit Kollegen und den festen Plan, im Rahmen der Motivationsforschung in diesem Jahr konkreter zusammenzuarbeiten.

4 Gedanken zu „Hochschulentwicklung an der Gesellschaft für empirische Bildungsforschung

  1. pkuehner

    Lieber Tobias,

    danke für das sehr lebendige Teilhabenlassen an der Tagung!
    Ich bin gespannt, was die anderen dir rückmelden, aber mich hätte jetzt noch interessiert, warum dir die Beiträge von Frau Rakoczy gefallen haben.

    Noch eine kleine sprachliche Anmerkung: „Ich empfand das Symposium insofern als besonders spannend, da insbesondere die Beiträge von Schulmeister und Metzger im Kontext der bekannten ZEITlast-Studie ausgesprochen interessante Anregungen für die pädagogische Hochschulentwicklung bieten.“ –> wäre die sprachliche Konstruktion nicht“ …insofern …, als dass …“?

    Lieber Gruss
    Patrizia

  2. mlehner

    Lieber Tobi,

    finde deinen Beitrag auch spannend und kann mich Patrizia anschliessen, dass ich als Leser auch gerne weitere Infos hätte, warum die Beiträge von Frau Rakoczy so wertvoll waren.

    Lieben Gruss,

    Marion

  3. tbrahm

    Hi Tobi,
    danke für den Beitrag!
    Wie schon gesagt, ich fände es toll, wenn du – mit Christophs Hilfe – die Folien noch einbetten könntest. Ein slideshare-Account liegt uns mit hochschulentwicklung@unisg.ch als Nutzername vor. Passwort müsste ich dir noch raussuchen (und würde es hier ja eh nicht hinschreiben).

    Sprachliches:
    im Zsh. mit Diskutandin Katrin Rakoczy zweimal „wirklich“ –> würde ggf. beide streichen
    Block plan würde ich auseinander schreiben und falls möglich verlinken
    und letzter Absatz: zusammen zu arbeiten

    Lieben Gruss,
    Taiga

  4. fburkart

    Lieber Tobi

    Finde es einen gelungenen Beitrag – danke!

    1. „So wurde – ausgehend von der Erkenntnis, das Studierende im Mittel nur rund 23 Stunden pro Woche für das Studium aufwenden“ -> dass Studierende (zwei S)
    2. „Zudem gab es nette Begegnungen mit Kollegen und den festen Plan, im Rahmen der Motivationsforschung in diesem Jahr konkreter zusamenzuarbeiten.“ -> zusammenarbeiten (zwei M).
    3. Grundsätzlich wäre es bestimmt eine gute Idee, die wichtigsten Slides einzubauen (so als Hintergrundinformation). Ich frage mich aber, ob 22 Folien nicht eher verwirren als wirklich helfen. Was meint ihr dazu?

    Liebe Gruäss,
    Fränzi

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