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Rückblick: Friday Lecture an der Universität Wien

Anfang März war ich eingeladen, eine Friday Lecture zum Thema „Kompetenzorientierte Entwicklung von Studien“ an der Universität Wien zu halten. Die Friday Lectures werden organisiert vom Center for Teaching and Learning (CTL) der Universität Wien und ca. fünfmal pro Semester angeboten. Sie drehen sich um verschiedene Themen zum Lehren und Studieren.

In meinem Vortrag habe ich die Grundhaltung der Kompetenzorientierung aufgegriffen und anhand von drei Fallvignetten Möglichkeiten der kompetenzorientierten Gestaltung von Studiengängen illustriert.

In den Fallvignetten wurden folgende drei Aspekte vertieft:

  • Kompetenzorientierte Formulierung von Lernzielen
  • Kompetenzorientierte Gestaltung von Lehrveranstaltungen und Studienprogrammen
  • Kompetenzorientiertes Prüfen

Entsprechend hat folgendes Ordnungsraster, das in Teilen auf dem Fachgutachten zur Kompetenzorientierung von Niclas Schaper, Universität Paderborn, basiert, den Vortrag geleitet:

kompetenzorientierte-studiengangsentwicklung

Sehr spannend waren die Diskussionen, die nach jeder Fallvignette mit dem Publikum geführt wurden. Dabei wurde beispielsweise von der Erfahrung in Beratungen berichtet, dass kompetenzorientierte Lernziele trotz allem administrativen Aufwand, der mit ihrer Formulierung einhergeht, ein gutes Gerüst für die Lehrpersonen bieten, um über ihre Veranstaltungen und deren Ergebnisse zu reflektieren. Gleichzeitig wurde auch immer wieder angemerkt, dass die Motivation der Lehrenden für die Weiterentwicklung ihrer Veranstaltungen ausschlaggebend ist, damit Kompetenzorientierung ihr Potenzial entfalten kann und dass die Übersetzung der didaktischen Modell in die Lehrpraxis für alle Beteiligten eine Herausforderung darstellt.

Meine Quintessenz im Vortrag war – ausgehend von unseren Erfahrungen – , dass im Rahmen der Studiengangsentwicklung ein Prozess geleitet von zielgruppenorientierten Leitfragen (anstelle von Kompetenzmodellen) erfolgsversprechend ist. Auf diese Weise streben wir an, die Diskussion mit den Vertretern/-innen der Studienprogramme auf Augenhöhe und in ihrer Sprache zu führen, anstelle sie mit didaktischen Modellen zu überladen. Letztlich münden die Diskussionen dann doch in einem Kompetenzmodell, das aber eher über einen indirekten Weg entsteht. Für uns ist das im Moment der angemessene Weg, um nachhaltig zur Weiterentwicklung unserer Studiengänge beizutragen.

3 Gedanken zu „Rückblick: Friday Lecture an der Universität Wien

  1. fburkart

    Liebe Taiga

    Ich finde deinen Beitrag gut strukturiert und klar aufgebaut. Mir gefällt die „Zusammenfassung“ der interaktiven Diskussion und auch dein Fazit am Schluss. Sehr spannend!

    Noch drei weitere Anmerkungen
    1. „Entsprechend hat folgendes Ordnungsraster, dass in Teilen …“ -> das (nur ein S)
    2. Ich finde es hilfreich/übersichtlich, dass du die drei Aspekte der Fallvignetten konkret genannt und das Bild dazu eingefügt hast.
    3. Deine Sätze sind eher lang (man denke an Tobis „20-Wörter-Regel“). Es hat mich aber nicht weiter gestört.

    Danke für die interessante Schilderungen!

    Mit liebem Gruss,
    Fränzi

  2. mlehner

    Liebe Taiga,

    kann mich Fränzi nur anschliessen: ein wirklich gut strukturierter und sehr interessanter Beitrag! Finde ihn so wie er – mit Fränzis kleinen Anmerkungen – ist, gut veröffentlichbar.

    Lieben Gruss,

    Marion

  3. pkuehner

    Liebe Taiga,
    danke für deinen Beitrag! – Mir ist gerade jetzt nach den Beiträge in den vergangenen Wochen nochmal besonders aufgefallen, wie gut ich den Blog auch zu internen Zwecken finde: Man bekommt einen guten Einblick in das, was die anderen machen und kann so auch für das Team vernetzter denken, ohne, dass man sich in der imme viel zu knappen Zeit f2f austauscht.
    Spannend fand ich die Idee der „Friday Lecture“!

    Mit ist aufgefallen, dass zum jetzigen Zeitpunkt der Link zum „Fachguten“ nicht funktioniert. – Meinst du eigentliche „Fachgutachten“?

    Lieber Gruss
    Patrizia

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