passfoto_brahm_neu

Rückblick auf das Strategie-Meeting bei oikos international

Letzten Freitag war ich bei einem Strategiemeeting von oikos international zu Gast. oikos international ist eine Organisation von Studierenden, die im Jahr 1987 in St. Gallen gegründet wurde. Inzwischen umfasst oikos international 40 so genannte „Chapter“, die in Europa, Asien, Nord-Amerika und neuerdings auch in Afrika agieren. Oikos international beschreibt seine Vision auf der Website wie folgt:

„we today empower future leaders to drive change towards sustainability worldwide”

Gerne möchte ich den Ablauf des Treffens als Reflexionsanlass für diesen Blog-Beitrag nutzen. Dabei ist es mir natürlich ein Anliegen, keine Details über den Strategieprozess zu verbreiten. Ziel ist dagegen, über den Prozess der Strategieentwicklung zu reflektieren und daraus Erkenntnisse mit Relevanz für die Hochschulentwicklung zu transferieren. Dabei steht also die Methodik des Strategietreffens im Vordergrund.

Das Treffen hatte zum Ziel, Experten/-innen mit einer Affinität zum Thema „nachhaltige Entwicklung“ zum momentanen Stand des Strategieprozesses von oikos international zu Wort kommen zu lassen. In Vorbereitung auf das Treffen wurden Unterlagen zu oikos und zu den momentanen strategischen Überlegungen verschickt. Die Unterlagen wurden von den Verantwortlichen dann im Rahmen des Treffens nochmals rekapituliert. Interessant wurde das Format dann am Ende des Vormittags: Die Experten/-innen nahmen in einem Fishbowl-Setting Stellung zum aktuellen Stand der Strategieentwicklung zu beziehen.

Bildquelle: Fishbowl-Setting mit Experten/-innen innen (bunte Kreise) und Vertreter/-innen von oikos international aussen (grüne Kreise).

Ziel war es in einer ersten Runde, die Eindrücke offen zu reflektieren, um möglich „blinde Flecken“ in der Strategiearbeit zu identifizieren. Über die Diskussion der Experten/-innen stellten sich verschiedene Unklarheiten heraus, die in einem kurzen Intermezzo von den Vertretern/-innen von oikos international kommentiert wurden. In der zweiten Fishbowl-Runde wurden dann bereits Ideen gesammelt, wie den blinden Flecken begegnet werden könnte. Am Nachmittag wurden die Experten/-innen getrennt, um zwei spezifische Fragestellungen zu diskutieren. Als Abschluss konnten dann alle Beteiligten nochmals Fragestellungen im Sinne einer Open Space-Diskussion einbringen.

Die Fishbowl-Methode erscheint mir – auch im Nachgang – sehr geeignet, um eine Diskussion von mehreren Experten/-innen anzuregen. Wesentlich ist, dass vorher ein gemeinsames Verständnis des genauen Ziels der Fishbowl entwickelt wird, z. B. über Verständnisfragen vorab oder kürzere Kleingruppendiskussionen im Vorfeld zur Fishbowl. Denkbar wäre auch gewesen, dem Open Space zum Abschluss des Strategie-Tages einen grösseren Raum einzuräumen, um den verschiedenen in der Fishbowl aufgekommenen Aspekten besser nachgehen zu können.

Aus inhaltlicher Sicht war es ebenfalls spannend, die Parallelen in den Überlegungen von oikos international und unserem Projekt zur Förderung Einführung von „Nachhaltiger Entwicklung“ als Kernthema im Bachelor BWL zu beobachten. Oikos international hat ebenfalls zum Ziel, die Curricula an Business Schools so zu verändern, dass Nachhaltigkeit eine grössere Rolle spielt. Dabei sind für oikos die Studierenden die wichtigste Akteursgruppe, während in unserem Projekt die Dozierenden der Pflichtveranstaltungen im Bachelor BWL im Moment noch unsere wichtigsten Ansprechpartner/-innen sind. Zukünftig ist es sicher wesentlich, mit den Studierenden noch stärker ins Gespräch zu kommen. Hier sind oikos international und insbesondere auch das Chapter in St. Gallen wichtige Impulsgeber für unseren Prozess zur  an der HSG. Nicht nur aus diesem Grund war das Zusammentreffen mit den Kollegen/-innen von oikos und anderen Experten/-innen im Feld sehr wertvoll.

 

3 Gedanken zu „Rückblick auf das Strategie-Meeting bei oikos international

  1. tjenert

    Hi Taiga,

    danke für den Beitrag. Der persönliche Stil gefällt mir sehr gut. Ich hab nur einige stilistische Dinge:

    Rückblickend auf das Treffen möchte ich die Vorgehensweise bei dem Meeting vom letzten Freitag als Reflexionsanlass für diesen Blog-Beitrag nutzen.

    Der Satz ist irgendwie schwer zu verstehen. Meinst du, du fandest den Ablauf und die Moderation des Treffens anregend?

    Interessant wurde das Format dann am Ende des Vormittags, als die Experten/-innen in einem Fishbowl-Setting

    Da fehlt ein Satzabschluss.

    Ich verstehe, dass du über die Inhalte wenig schreiben kannst, aber zumindest einige der mitgenommenen Impulse für SUK wären interessant. Irgendwie bleibt bei mir am Ende des Beitrags ein „und jetzt“ übrig, weil ich halt gern wüsste, welche Perspektiven oikos auf SUK liefern kann.

    LG

    Tobi

  2. pkuehner

    Liebe Taiga,

    danke für den Einblick in das Meeting.

    Ich finde den Beitrag in sich stimmig. (perfekt ist es dann mit dem abgeschlossenen Satz (siehe Tobi))
    Da die Methode im Vordergrund deines Beitrags steht, wäre es eine Idee, diese vielleicht als Instrument mit in den Titel zu integrieren.

    Lieber Gruss
    Patrizia

  3. mlehner

    Liebe Taiga,

    danke für deinen Beitrag – ich finde deinen persönlichen Stil auch sehr schön lesbar. Insgesamt würde ich mir – wie Tobi – mehr Inhalt bzgl. dem Meeting selbst wünschen, denn der Beiträg lässt mich mit einem Fragezeichen zurück, was inhaltlich nun genau gelaufen ist. Evtl. wäre Patrizias Vorschlag zu überlegen, den Titel hin auf die Fishbowl-Methode zu ändern – dann bekommt der Beitrag einen anderen Fokus. Solch einen Beitrag fände ich auch sehr passend hinsichtlich Reflexionsmöglichkeiten mit grossen Gruppen, die uns an Unis ja immer wieder begegnen. Mir fällt auch ein, dass Saskia diese Methode in der Executive School bei einigen ihrer Interventionen genutzt hatte (es waren dort auch 50 Teilnehmer und es hat prima funktioniert).

    Lieben Gruss,

    Marion

Schreibe einen Kommentar